Eine Skulpturenreise durch Europa

BLICKWEIT – Skulpturen für den Norden

Regionalaus­stellung zwischen Nord- und Ostsee / 24 Skulpturen an 22 Orten, 2025

Das Skulpturenprojekt BLICKWEIT ist keine Skulpturenausstellung im herkömmlichen Sinne. Es ist die aktuelle Station einer Skulpturenreise, die mich durch mehrere Länder Europas, darunter Deutschland und Österreich, geführt hat. Es geht mir darum, mit meinen Skulpturen symbolträchtige Orte zwischen Nord- und Ostseeküste aufzusuchen. Vergleichbar mit einer Reisegruppe reisen meine Skulpturen von Ort zu Ort, kommen an, steigen aus, bleiben eine Weile, machen spezifische Erfahrungen und reisen wieder weiter. Die Skulpturen können als imaginärer roter Faden gesehen werden, der den Betrachter einlädt, ihm zu folgen, um die Region aus neuen, ungewohnten Perspektiven kennen zu lernen. An den Orten, an denen die Skulpturen stehen, wird diese imaginäre Linie, die nur in der Vorstellung existiert und das Land durchzieht, zu Materie, zur Skulptur, um sich dann immateriell weiter zu bewegen und am nächsten Ort als haptische Stahllinie, als nächste Skulptur, wieder präsent zu sein. So entsteht eine Abfolge von Realitäten und Imaginationen. Man könnte das Projekt auch als Perlenkette bezeichnen, die erst als Ganzes ihre volle Wirkung entfaltet.

Man könnte das Projekt aber auch so beschreiben, wie es ein findiger Journalist getan hat, der feststellte, dass die Skulpturen wie Pilze aus dem Boden schießen, das ganze Land bevölkern und durch ein unsichtbares Myzel miteinander verbunden sind.

Die Skulpturen sind keine formalen Variationen, sondern unterscheiden sich deutlich voneinander, so dass ein vielgestaltiges Mosaik unterschiedlicher Orte entsteht, die miteinander kommunizieren. Der Betrachter ist eingeladen, an dieser Kommunikation teilzunehmen. Mir ist es wichtig, mit unserem Projekt nicht nur ein kunstinteressiertes Publikum anzusprechen, sondern auch Menschen, die einfach neugierig sind und mit offenen Augen durch die Welt gehen. Ich möchte eine Kommunikation zwischen den verschiedenen Orten, aber auch zwischen den Besuchern schaffen.

Die Skulpturen nehmen eine aktive Rolle in der Wahrnehmung ein, da sie zu vielfältigen Assoziationen anregen und sich ihre Wirkung in der alltäglichen Begegnung nicht erschöpft. Überraschend ist für mich, wie sich die Beziehung der Skulptur zum jeweiligen Ort auswirkt. Ein und dieselbe Skulptur kann z. B. etwa im urbanen Kontext eine ganz andere Bedeutung bekommen als in der freien Natur, in der gewachsenen Natur. Dabei entwickelt jede dieser »Reiseskulpturen« eine Art skulpturales Gedächtnis, das in der Wahrnehmung einer bestimmten Skulptur am aktuellen Ort die Tatsache einschließt, dass sie vorher irgendwo anders gestanden hat und ganz andere Bezüge eingegangen ist. Einige Besucher meiner Skulpturenprojekte, mit denen ich heute noch in Kontakt stehe und die die früheren Reisen miterlebt haben, bestätigen diesen Eindruck.

Textausschnitt eines Gespräches zwischen Ulrich Schneider und Robert Schad am 7. Dezember 2024

DIX PAR DIX

Region Bourgogne-Franche-Comté (FR) / 62 Skulpturen an 32 Orten (Kurator: Jean Greset), 2021

Sind sie nun selbstverständlich oder rätselhaft? Zumindest kann man über die Werke von Robert Schad sagen, dass sie uns nachdenklich stimmen. Scheinbar einfach und übersichtlich, verwandeln sie sich doch immer wieder. Sie sind reich an Widersprüchen, immer dualistisch, monumental, aber auch luftig. Sie sind aus Stahl gefertigt und haben den warm schimmernden Ton Mahagonis. So zeitgemäß sie auch sind, zeigen sie doch den Rost einer vergangenen Zeit. Und wenn sie sich uns aufdrängen, ist es für uns ein Leichtes, sie zu durchschauen.

In der heutigen Ausstellung auf dem Gebiet einer ganzen Region existieren diese gewaltigen Skulpturen an sich und hinterfragen die Landschaft oder das Gebäude, das sie beherbergt, sowohl an ihrem jeweiligen Standort als auch im historischen Kontext… Da die Region Bourgogne-Franche-Comté bekanntlich über ein außerordentlich reiches Kulturerbe verfügt und wir uns von der Idee leiten lassen, dass die Kultur ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens und unserer Identität ist, konnte unsere Region das Projekt DIX PAR DIX, das von Robert Schad in Zusammenarbeit mit dem Verein Centre d’art mobile vorgeschlagen wurde, mit Begeisterung aufnehmen. Als Bindestrich zwischen den Territorien zeichnet diese Ausstellung ein bunt gemischtes Porträt der Region Bourgogne-Franche-Comté, von Besançon bis Bibracte, von der Statue des Buffon in Montbard bis zur Königlichen Saline in Arc-et-Senans, vom Priorat von Marast bis Tournus, über Lure, Ronchamp, Flavigny-sur-Ozerain, Arc-sous-Cicon und Alesia.

Die Ausstellung ist öffentlich zugänglich und richtet sich sowohl an die Einwohner unserer Region, die sie miteinander verbindet, als auch an Besucher und Touristen, die über sie ein lebendiges, attraktives und landschaftlich vielfältiges Gebiet entdecken können. Die Bourgogne-Franche-Comté ist eine Region mit einer starken Vergangenheit und einem entschiedenen Blick für die Gegenwart.

Marie-Guite Dufay, Präsidentin der Region Bourgogne-Franche-Comté

Von Ort zu Ort

Regionalausstellung Oberschwaben / 73 Skulpturen an 56 Orten (Kurator: Wendelin Renn), 2019

Wenn im Jahr 2019 Oberschwaben zum Raum eines Skulpturenprojekts von Robert Schad wird, so kann dies als großartiges Geschenk des Künstlers an seine Heimat gelten. Mit den über 60 Stahlskulpturen an mehr als 40 Standorten von Achberg im Osten bis Thalheim im Westen, von Ulm im Norden bis Friedrichshafen im Süden werden geschichtliche, kulturelle und natürliche Blickfänge dieses besonderen, von Klöstern, Schlössern und Städten geprägten historischen Raumes, der seine Wurzeln im späten Mittelalter hat, auf reizvolle Weise markiert. Die Fülle an Sehenswürdigkeiten, denen Robert Schad seinen Stempel aufdrückt, beeindruckt, ob es sich um die keltische Heuneburg, um Klöster wie Schussenried, Salem oder Inzigkofen, um Schlösser wie Wolfegg oder Tettnang, um Städte wie Ravensburg oder Ulm handelt.

Die Gesellschaft Oberschwaben für Geschichte und Kultur hat zum Ziel, die Eigenart Oberschwabens, das zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Zuge der napoleonischen politischen Neuordnung unter mehreren Staaten aufgeteilt wurde, historisch und kulturell aufzuarbeiten und zu pflegen. Sie begrüßt die künstlerische Initiative von Robert Schad, die einen besonderen Impuls zur Wahrnehmung und Würdigung oberschwäbischer Landschaft und Kultur darstellt, und gehört daher sehr gern zum Kreis der Förderer dieses neuen Skulpturenprojekts des Künstlers. Sie wünscht der über das ganze Oberland verstreuten Ausstellung zahlreiche Besucher und aufmerksame Beobachter der vielfältigen Schönheit von Oberschwaben.

Prof. Dr. Thomas Zotz, Vorsitzender der Gesellschaft Oberschwaben für Geschichte und Kultur

Deux Villes

Simultane Stadtausstellung in Metz (FR) und Saarlouis (DE) / 24 Skulpturen (Kurator in Saalouis: Jo Enzweiler und in Metz: Yvain Bornibus), 2018

Mit »Deux Villes« erprobte Robert Schad auf vielschichtige Weise die Potentiale von Kunst – in seinem speziellen Fall: von Konkreter Plastik – im öffentlichen Raum, noch dazu in zwei verschiedenen Ländern: in Deutschland und Frankreich. An 21 Standorten in Metz und an 18 Standorten in Saarlouis nahm er skulpturale Setzungen vor, die auf die jeweiligen Gegebenheiten reagierten. Mal brandete starker Autoverkehr an die feingliedrigen, gleichsam tastend den Raum erobernden Plastiken an, mal standen sie an eher stillen Stellen in den Fußgängerzonen. Traten sie hier in Dialog mit historischen Monumenten, so fügten sie sich dort derart selbstverständlich in Grünanlagen ein, als seien sie an den betreffenden Stellen natürlich gewachsen.

An einigen Positionen behaupteten sie sich allein dank ihrer Größe so selbstbewusst, dass sie keines Schutzes bedurften, an anderen wiederum schien es den jeweils Verantwortlichen geboten, ihren Charakter und Rang als Kunstwerke durch Hinweise und Markierungen zu unterstreichen und zu sichern. In diesem Beitrag nehme ich Robert Schads Aktion »Deux Villes« zum Anlass für Reflektionen über die Rolle und die Wahrnehmung von Kunst im öffentlichen Raum generell, und zwar anhand exemplarischer Fälle aus den letzten rund 50 Jahren in Deutschland, im europäischen Ausland und in den USA. Dabei versteht sich von selbst, dass dieses »À propos« den enorm weiten Horizont des Themas unmöglich abschreiten kann.

Wenn es immerhin gelingt anzudeuten, welche extremen Reaktionen und kontroversen Diskussionen die Kunst der Gegenwart hervorzurufen vermag, sobald sie den behüteten Raum der Museen und Galerien verlässt – empathische Zustimmung, ja menschliche Zuneigung ebenso wie wütende Ablehnung – dann hat dieser Essay sein Ziel erreicht.

Textauszug von Roland Mönig, »À Propos Robert Schad: Kunst im öffentlichen Raum zwischen Akzeptanz und Konflikt«

Metz

Das europäische Kunstprojekt »Deux villes – zwei Städte, Metz und Saarlouis im Dialog« zeigt fast ein Jahr lang in beiden ehemaligen Festungsstädten insgesamt 39 Stahlplastiken des bedeutenden zeitgenössischen deutschen Stahlbildhauers Robert Schad. Es sind tonnenschwere, vorwiegend monumentale aus 100 mm massiven Vierkantstahlstäben zusammengeschweißte abstrakte dreidimensionale Linien-Gebilde, die sich wider Erwarten in körperlichen Bewegungen mit graziler mitunter tänzerischer Leichtigkeit in die Höhe schrauben, oder seitwärts wie mit Armen in den Raum ausgreifen, in Richtungen zeigen, Schlaufen bilden, oder sich als kompakte Formen zusammenrollen oder ausladend flächig über den Boden schlängeln.

Auf nur wenigen Spitzen, sogar auf nur einer Spitze ausbalanciert den Boden berührend, suggerieren sie dabei völlige Standfestigkeit. Für Robert Schad bedeutet »die Skulptur eine Kunst des Körpers« mit einer »Flexibilität der Gelenke« und »leichten Schwere«, für die er die Choreographie festlegt1, indem er die Plastiken immer wieder neu platziert in ganz unterschiedlichen urbanen Räumen und Naturräumen. An jedem neuen Standort inszenieren sich seine Stahlplastiken spannungsgeladen aufs Neue jeweils anders und erlauben den Betrachtern und Betrachterinnen vielseitige Wahrnehmungsmöglichkeiten.

Robert Schads Stahlplastiken haben ihren Ursprung in seinen Handzeichnungen aus Linien mit Kreide und Kohlestift gezeichnet. Die Linie wird für ihn zum eigentlichen Ausdrucksmittel und zum zentralen Gestaltungsmittel in seinem Werk. Sie verkörpert seine innere Achse, auf ihr baut er seine Existenz auf, sie spiegelt seine subjektive Reflexion von Welt.

Auch bei meinen Besuchen mit der Familie in Metz im Sommer 2018 spielten die Linien eine große Rolle. Eine gelbe Linie zwischen grüner, roter und violetter Linie, der Parcours Robert Schad, führte uns vom Centre Pompidou und dem Parc de la Seille zum Fuße der Treppe auf der Place de Chambre unterhalb der Kathedrale Saint-Étienne. Die gelbe Linie leitete uns auf gänzlich neuen und unbekannten Wegen durch das Zentrum von Metz mit seinen gelben aus Jaumont- Sandstein errichteten Fassaden aus französischer und preußischer Vergangenheit, vorbei am schönsten Bahnhof Frankreichs, an kleinen Parks und Gärten, Innenhöfen und engen Gassen und vorbei an 21 meist monumentalen Stahlplastiken.

Textauszug von Margarethe Wagner-Grill, Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Saarlouis

Saarlouis

Die Nabelschnur zur „Mutter der Künste“ hat Robert Schad allem Anschein nach bei seinen Skulpturen niemals ganz durchschnitten. Immer wieder nimmt er Bezug auf Ingenieure und Architekten, und das Wort „ architektonisch“ durchzieht Künstlerstatements und Werkkommentare. Ihre monumentale Dimension prädestiniert die Werke für den Außenbereich (Vierkantstahl, 10 x 10 cm und manchmal viel mehr, z.B. Fatima, Villingen- Schwenningen). Im Rahmen großer Ausstellungsprojekte bespielen sie eindrücklich den öffentlichen Raum. Eingebettet in urbane Dichte oder der ländlichen Weite ausgesetzt — der öffentliche Raum ist das Biotop ihrer Berufung. Dort finden sie ihr Gleichgewicht und allerbeste Bedingungen sich frei zu entfalten. Wechselndes Tages- und Nachtlicht, umgebende Architektur, Platzsituationen, Materialität, Wechsel der Jahreszeiten und natürlicher Gegebenheiten, Regen, Schnee, Vielfalt der Vegetation, im öffentlichen Raum drücken sich diese Arbeiten vollständig aus. Und dort finden sie auch ihr Publikum, das sie umso mehr auflädt und nährt mit dem nuancierten Blick der zufälligen Begegnung.

Nun unterliegt der natürliche Lebensraum dieser Schöpfungen, der öffentliche Raum, bestimmten Auflagen. Die Herausforderung, eine Ausstellung für Robert Schad zu organisieren, besteht darin, mit oft einschränkenden und manchmal auch widersprüchlichen Bedingungen umgehen zu müssen. Indem sie den geschützten, für die Kunst vorgesehen Raum verlassen, sind die Skulpturen von Robert Schad der ganzen Komplexität eines Stadtgefüges ausgesetzt und damit sowohl denen, die es verwalten als auch denen, die in ihm leben. Die einen sind nicht unbedingt darauf vorbereitet und die anderen nicht dazu bereit, die Kunstwerke überhaupt als solche wahr- und aufzunehmen. Es braucht schon viel Entgegenkommen, um den Wünschen aller Beteiligten gerecht zu werden: denen des Künstlers, die kraftvoll und fordernd sind, und den nicht weniger berechtigten Anliegen der Bevölkerung. Schließlich geht es um ihr ureigenstes Territorium. Es geht also darum, in alle Schichten des institutionellen Gefüges vorzudringen und durchaus legitime, wenn auch weit auseinanderdriftende Interessen miteinander zu verbinden, damit aus dem Wunsch ein gemeinsamer Wille werden kann, der letztlich von breiter Akzeptanz getragen wird.

Der im Rahmen der Constellations von 2018 in Saarlouis und Metz realisierte Parcours mit insgesamt mehr als 40 Skulpturen von Robert Schad veranschaulicht auf das Schönste, wie eine solche Gleichung aufgehen und das Miteinander gelingen kann.

Textauszug von Yvain Bornibus, Projektkurator

Bremen – VIERKANT

Knoops Park (Kuratorin: Inga Harenborg) und Stadtteil Gröpelingen, Bremen / 22 Skulpturen (Kuratorin: Mirjam Verhey)

Jenem in Bremen zuletzt bei einer stattlichen städtischen Kooperation, die unter dem Leitwort »Robert Schad. Bremen vierkant« stand – und mehrere Schauplätze auf eingängige wie elegante Weise miteinander verband. Neben einer faszinierenden Ausstellung im GerhardMarcks-Haus waren im Verlauf des Jahres 2020 flankierende Ergänzungen der Schau in Gröpelingen und St. Magnus, genauer: in Knoops Park zu sehen. Mehrheitlich in Gestalt tonnenschwerer Skulpturen, aber auch in Form von Zeichnungen, Entwürfen und Skizzen, die den von Schad angestrebten Dialog zwischen Kunst und Architektur, Stadtraum und Natur mit unterschiedlichen Akzenten weitergeführt und intensiviert haben. An dem formidablen Veranstaltungsreigen beteiligt waren unter anderem die Gröpelinger Initiative Kultur Vor Ort e. V., die Stiftung Kränholm sowie die Bildhauerwerkstatt der Justizvollzugsanstalt Bremen, die der Verein »Mauern öffnen e. V.« zur Resozialisierung von Strafgefangenen einsetzt. Auch das Bremer Tanzfilminstitut war mit einem bemerkenswerten Beitrag vertreten, der Werke des bildenden Künstlers mit bewegten und bewegenden Darbietungen vormaliger Bremer Tanzgrößen wie Gerhard Bohner, Urs Dietrich und Susanne Linke konfrontierte.

Gewissermaßen mit geschmeidigen Gelenken ist dem Schad-Spektakel »Bremen vierkant« unter eleganter Einbeziehung des öffentlichen Raums ein gleich vierfaches Kunststück gelungen, das seinesgleichen sucht: das innige Verschweißen der schönen Künste, das Verknüpfen der heterogenen Schauplätze, das Verbinden der Stadtteile, schließlich das Vernetzen der engagierten Akteurinnen und Akteure. Was daraus an Nähten, Linien und Blickwinkeln entstanden ist, taugt als zuversichtlich stimmendes Lehrstück-Geflecht kultureller Kooperationen für Bremen (und auch darüber hinaus). Das aparte Ausstellungsprojekt hat dem Publikum einen gleichermaßen gangbaren wie multiperspektivischen Weg zur Bildhauerei eröffnet, der löblich niedrige Schwellen, vorbildlich inklusive Qualitäten und einen hohen Schauwert aufweist. Dies alles wohlgemerkt in Zeiten einer Pandemie, die phasenweise keine anderen Formate zugelassen hat als die Betrachtung von Kunstwerken im öffentlichen Raum.

Textauszug aus dem Grußwort des Bürgermeisters Dr. Andreas Bovenschulte, Präsident des Senats und Senator für Kultur

Gröpelingen

Percurso Lusitano

Landesausstellung in Portugal / 48 Skulpturen an 27 Orten (Kurator: Robert Schad), 2017

Das Projekt, das hier vorgestellt wird, der Künstler nennt es »Percurso Lusitano«, ist die Folge seines zuvor realisierten Skulpturenprojekts in der Bretagne, wo im vergangenen Jahr mehr als 50 Skulpturen im öffentlichen Raum aufgestellt wurden. Dort war das Verhältnis zur Natur, zur bäuerlichen Landschaft oder dem Meer, sowie zum historischen Erbe strukturgebend. Da Robert Schad diese langjährige Bindung an unser Land hat, überrascht es uns nicht, dass er grosse Lust hatte, in Portugal neue Erfahrungen mit seinen Skulpturen in einem erweiterten Kontext zu machen.

Ich nannte ihn Fabrikarbeiter. Also, nur jemandem, der nicht davor zurückschreckt »mit anzupacken«, würde es in den Sinn kommen, so ein Projekt wie diesen Percurso Lusitano zu verwirklichen, ohne jede kuratorische Unterstützung und vor allem ohne Produzenten im Hintergrund. Wir wissen um seine starke Bindung zum gesamten Landesgebiet (er hat das Land zu den verschiedensten Gelegenheiten bereist, unter anderem als Führer auf kulturellen Reisen); wir wissen, dass er durch seinen Wohnsitz in Portugal, wo er mehrere Monate im Jahr lebt, Erfahrung im Umgang mit den Bewohnern gesammelt hat; wir kennen das Ansehen, das die Gestaltung der Cruz Alta von Fátima mit sich gebracht hat, jene beeindruckende und großartige Darstellung des Christus am Kreuz, 2007 errichtet und mit ca. fünfunddreißig Metern Höhe; doch was wir uns im Leben nicht vorstellen können, ist, wie es ihm möglich war, die Flure und Berge der Bürokratie zu bezwingen, die öffentlichen und privaten Instanzen zu überreden, um den Aufbau eines so arbeitsintensiven Vorhabens zu organisieren.

Mindestens eines Don Quijote würdig. Nord- bis Südportugal durchquerend ist der Percurso Lusitano ein einzigartiger Kraftakt. Noch nie wagte ein inländischer Künstler eine vergleichbare Initiative. Nur einem unermüdlichen Fabrikarbeiter, nur einem fleißigen »Arbeiter der Ästhetik« kann so etwas gelingen. Wenn man betrachtet, wie seine Formen mit den urtümlichen Formen der wunderschönen Landschaft des Alto Minho, in Valença und Vila Nova de Cerveira kontrastieren, wenn man den Dialog betrachtet, den sie mit den mittelalterlichen, gotischen und Renaissance-Denkmälern eingehen, wie in Sanfins in Friestas oder in Évora Monte, wenn man sich bewusst wird, dass die Skulpturen anders wirken, je nachdem ob sie in die Landschaft oder in den städtischen Raum »eingezeichnet« wurden, dann müssen wir zu dem Schluss kommen, dass sie tatsächlich verschiedene Dialekte einer gemeinsamen Sprache darstellen. Angepasst an die verschiedensten Gegebenheiten, beugen die Werke die immer widerhallende räumliche Syntax ihres kontextualisierten Daseins.

Textauszug von Miguel von Hafe Pérez, »Territorium und Bedeutung oder wie die Kunst das Leben kartiert«

»Blickachsen 10«

Campus der Goethe Universität Frankfurt, 10 Skulpturen (im Rahmen der BLICKACHSEN 10 – Kurator: Christian Scheffel), 2015

Im Rahmen von »BLICKACHSEN 10« zeigt Robert Schad 2015 zehn grossformatige Skulpturen vor dem Poelzig Bau in Frankfurt.

Es ist die Fortsetzung einer Ausstellungsreihe, die seit 1997 unter der Federführung der Galerie Scheffel und seit 2013 unter Leitung der Stiftung Blickachsen GmbH alle zwei Jahre für rund vier Monate (Ende Mai bis Anfang Oktober) ausgerichtet wird und mittlerweile zur bedeutendsten Präsentation internationaler zeitgenössischer Skulptur in der Bundesrepublik avanciert ist.

Das 1928 bis 1931 erbaute Gebäude war Sitz der IG-Farben. Nach Kriegsende zog die amerikanische Militärverwaltung dort ein. Seit 2001 beherbergt das Gebäude einen Teil der Goethe-Universität.

Die Skulpturen Schads reagieren mit tänzerischer Leichtigkeit auf die Strenge der sachlich-monumentalen Architektur, die die Bühne für ein ungewöhnliches skulpturales Spektakel bietet. Die anthropomorph-konstruktiven Stahlriesen berühren den Boden nur an wenigen Stellen und scheinen trotz ihrer Tonnenschwere auf dem Vorplatz des Gebäudes zu schweben. Konstruiert aus massiven Vierkantstahlsegmenten erinnern sie an Pflanzen, die, von einer inneren Kraft getrieben, in den Raum hineingewachsen sind und vermitteln trotz konstruierter Starre Bewegung, die im Moment der Betrachtung innezuhalten scheint.

Der Ort war in den vergangenen Jahren immer wieder Ausstellungsort von Skulpturen. So u.a von Bernar Venet (2011), Jaume Plensa (2012)

GRAVITÀ SOSPESA – LEICHTE SCHWERE

Castel de Pergine, Valsugana (IT) / 17 Skulpturen (Kuratoren: Verena und Theo Schneider), 2015

Steile Serpentinen führten mich im Frühsommer 2013 hinauf zum Castel Pergine, das hoch über dem Valsugana liegt – ein Ort voller Geschichte und Geschichten, karg und felsig. Zweifel kamen auf über die Machbarkeit einer Ausstellung meist großformatiger Stahlskulpturen, die ich zum Teil speziell für diesen Ort machen wollte. Wie sollten diese zum Teil tonnenschweren Objekte diesen Berg erklimmen und ihren Platz einnehmen? Das Castel bietet keine Skulpturenorte im herkömmlichen Sinn, sondern will erobert und bestiegen werden. Skulpturen müssen erstmal hierher transportiert werden, um sich ihren eigenen, unverwechselbaren Ort schaffen zu können. Den Hausherrn, Theo Schneider und seine Frau Verena Neff lernte ich 2013 bei der Skulpturenbiennale in Racconigi bei Turin kennen. Sie luden mich ein, Castel Pergine zu besuchen, um die Gedanken schweifen zu lassen und die Möglichkeit einer Präsentation meiner großformatigen und tonnenschweren Skulpturen auszuloten.

Phantastische Perspektiven und Ausblicke auf die umliegende Berglandschaft aber auch Orte an eher verborgenen Stellen wie der Mauerring und das Burgverlies provozierten mich, meine Phantasie sprudelte, die Konzepte überschlugen sich, wurden wieder verworfen, weil die schwierigen Zugänge zu den von mir gewählten Orten, die Machbarkeit einer Ausstellung, wie ich sie mir sie vorstellte, immer wieder in Frage stellten. Theo jedoch, der Skulpturenfanatiker, schaffte es, meine Bedenken auszuräumen. „Das kriegen wir hin“ sagte er gebetsmühlenartig, und so wuchs in mir das Vertrauen und die Gewissheit, dass er bereit war, für unser Projekt Berge zu versetzen. Mit schwerem Transportgerät, einem 50m-Kran und zupackenden Helfern gelang das scheinbar Unmögliche.

Pergine ist ein besonderer Ort: Die herbe Schönheit und Kargheit ist die ideale Heimat meiner „stählernen Bewohner auf Zeit“. Gerade hier wird die scheinbare Leichtigkeit der zum Teil tonnenschweren Formen ganz besonders erlebbar. Einige Skulpturen scheinen abheben zu wollen, um in die weite Berglandschaft hineinzufliegen. Sie scheinen in Bewegung und im Moment der Betrachtung innezuhalten, um im nächsten Moment ihren Tanz in diese weite Landschaft hinein fortzusetzen. Andere scheinen wie stählerne Wächter, scheinen in dieser herben Welt auf etwas zu warten, was wir nicht definieren können. Wieder andere verkriechen sich im Burggraben und im Burgverlies. Es entstand eine Vielfalt unterschiedlichster Blickerlebnisse, eine skulpturale Choreografie, ein Theater stählerner Akteure auf der Bühne der Burg hoch über dem Valsugana. Skulpturen bewohnen eine Burg auf Zeit. Sie scheint angehalten in dieser zeitlosen Welt, in der nur der Wechsel von Tag und Nacht, der Wechsel des Wetters den inneren Rhythmus des Ortes zu bestimmen scheinen. Der Lärm der Stadt ist fern. Auf Castel Pergine ist man dem Himmel näher.

Ich bin gespannt darauf, wie die stählernen Bewohner auf Zeit den Blick auf die Burg verändern, ob sie in der Lage sind, in dieser Landschaft und im Schatten des steinernen Burgkolosses Orte zu schaffen, die sich einprägen, die man in Gedanken mitnimmt, die Geheimnisse thematisieren, wie sie noch nie entstanden sind, ob sie in der Lage sind, mit der Historie des Ortes auf Augenhöhe zu gehen und einen Dialog einzugehen. Im Herbst wird sich zeigen, was meine stählernen Bewohner in den Köpfen derjenigen bewegt haben, die ihnen begegnet sind. Jedenfalls schreiben sie sich hinein in das Gedächtnis dieses wunderbaren Ortes.

Robert Schad, Larians im April 2015

CARRÉ DIX/29

Chemin du Patrimoine, Finisterre- Breta­gne (FR) / 41 Skulpturen an 7 Orten (Kurator: Yvain Bornibus), 2016

Freuen Sie sich! Im Jahr 2016 begrüssen wir Gäste, deren Namen im Herzen der Bretagne seltsam klingen: Goberd, Bornis, Zmorg… Die monumentalen Werke von Robert Schad passen trotzdem in unsere Landschaft, in unser Kulturerbe. Sie integrieren sich auf selbstverständliche Art und Weise in ihre Umgebung und gehen mit ihr eine vielfältige visuelle Beziehung ein. Die abstrakten Skulpturen des deutschen Künstlers, die zu »Figuren in Bewegung« geworden sind, wenden sich an alle, die ihren Weg kreuzen. Man vergisst die schweren und massiven Stahlbarren, denn wie ein Alchimist hat Robert Schad sie in viele grazile, rostbraune Formen verwandelt, die die Betrachter in einen fast schwebenden Tanz mitreißen.

Dank ihrer einfachen und sehr graphischen Gestalt mit einer formal wunderbar einheitlichen Sprache, lädt der Künstler uns alle, ohne Unterschied, ein, ihnen zu begegnen. Chemins du patrimoine en Finistère, eine Institution, die vor 10 Jahren auf Betreiben des Departements gegründet wurde, hat sich mit dem Festival Arts à la pointe, der Abtei von Bon-Repos und der Maison Penanault zusammengeschlossen, um den Besuchern ein außergewöhnliches Ensemble von Werken vorzustellen. Vom Cap Sizun bis an der Bucht von Morlaix, über das Herz der Westbretagne bis hin an die Nordküste – und sogar über die Grenzen des Departements hinaus – manifestiert diese gemeinschaftliche Ausstellung der Werke eines renommierten deutschen Künstlers das grosse Potenzial der Kooperation miteinander.

Dieses gemeinsame Bestreben hat es Robert Schad ermöglicht, zu all diesen geschichtsträchtigen oder poetischen Orten einen fruchtbaren Dialog aufzubauen. Der Conseil départemental begleitet die Bewohner des Finistère ihr ganzes Leben lang und widmet besonders denen seine Aufmerksamkeit, die Schwierigkeiten im Leben haben. Er ist somit eine Einrichtung, der die Solidarität mit Personen und Gebieten wichtig ist, damit alle in ihrem eigenen Lebensraum so gut wie möglich leben können. Unsere Körperschaft bezweckt den gleichen Zusammenhalt zwischen Menschen und Orten wie der Künstler: Wir alle wissen, wie wichtig es ist, mit unserer Zeit zu leben.

Textauszug von Nathalie Sarrabezolles, Präsidentin des Conseil départemental du Finistère, Präsidentin des Aufsichtsrats

TANZ_5

Stadtausstellung Landshut / 10 Skulpturen (Kuratorin: Stefanje Weinmayr), 2014

ZMORG, buchstäblich aus großer Höhe gelandet vor dem Eingangsportal zur historischen Innenstadt Landshuts, der bedeutenden gotischen Hallenkirche von Heilig Geist. VARULL, dahingelagert auf dem Vorplatz der Residenz, dem wohl ersten Profanbau der Renaissance nördlich der Alpen. SUBlRAI die sich als monumentale Endloslinie entfaltet im Park der Landshuter Mühleninsel, einem der frühen industriellen Zentren der Stadt. Sie und die anderen »Ensemblemitglieder« der internationalen Compagnie Robert Schad. Tanz lV. Skulptur Stahl Stadt, alles monumentale Werke des 1953 geborenen Bildhauers Robert Schad, sind für ein Jahr zu Gast im Herzen der altbayerischen Residenzstadt, die seit ihren frühen Anfängen geprägt wird durch Meisterwerke der Bildhauerkunst.

lm 20. Jahrhundert steht als elner der großen Protagonisten der deutschen Plastik der 1924 geborene Bildhauer Fritz Koenig mit für diese große Landshuter Tradition. lhr wurde im Jahr 1998 das »Skulpturenmuseum im Hofberg« gewidmet. Die unterirdischen Säle dieser Kunsthalle sind tief in die lsarhangleite eingegraben und bewahren das Werk und die Kunstsammlungen Koenigs. Unter dem programmatischen Titel »Skulpturenmuseum vor Ort« wird nun die fruchtbare Landshuter Traditionslinie der Bildhauerkunst im öffentlichen Raum aktuell auf allen markanten Plätzen der lnnenstadt wiederbelebt und neu interpretiert. Es wäre schön, wenn diese stählernen, temporären »Bewohner« Landshuts in unseren Alltag integriert und Teil unserer Stadtgesellschaft würden.

Textauszug von Stefanje Weinmayr, ehemalige Direktorin des KOENIGmuseum Landshut

TANZ_4

Stadt Linz (AT) / 10 Skulpturen (Kurator: Thomas Mark), 2013

Begegnungen

Skulpturen integrieren sich in den städtischen Alltag, schaffen neue Perspektive auf Gewohntes, stellen Fragen an den urbanen Raum und den Menschen, die ihnen begegnen:
ELLERD, HAN, KENDER, POKENT, SMANYU, SUBIRAT, SYRIMM, VARUHL und ZMORG.

Aus stählernen, miteinander verschweißten Stäben eines konstanten Querschnitts von 100 mm Kantenlänge gemacht, scheinen sie, wie am Ort gewachsen, schreiben unterschiedliche Linien eruptiv und tastend in den urbanen Raum, und lassen in ihrer leichten Erscheinung jede physische Schwere vergessen.

Sie ‚betanzen‘, einer mysteriösen Choreografie folgend, den Stadtraum. Ihre Bewegung scheint im Moment des Betrachtens innezuhalten – die Zeit scheint angehalten.

Sie bilden einen Parcours, dem der Betrachter folgen kann, um die Stadt auf eine neue Art zu erkunden. Sie sind Inseln der Reflektion über die eigene Körperlichkeit und physische Befindlichkeit und laden zu vielfältigen Assoziationen ein.

TANZ_2

Skulpturenpark Heidelberg / 10 Skulpturen (Kurator: Manfred Fuchs), 2012

Die vier monumentalen Skulpturen im Park der orthopädischen Klinik Heidelberg – Subirat (2011), VARULL (2011), KENDER (2011)) und ZMORTG (2007) – waren ursprünglich für den Vorplatz des Schlosses von Altshausen, dem Wohnsitz der herzoglichen Familie Württembergs, konzipiert und dort bis aul ZMORG erstmals ausgestellt.

Die Titel sind, wie immer bei Schad, lautmalerische Erfindungen, die vielfältige Assoziationen zulassen. Vor dem Hintergrund der Giebel, Portale, Pilaster und Türme der barocken Schlossanlage entwickelten die Stahlskulpturen eine gänzlich andere Wirkung als aktuell ln der Parkanlage der orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg. Trat in der süddeutschen KIeinstadt eher der konstruktive Aspekt in den Vordergrund, so gewinnen die abstrakten Lineamente im Zusammenhang mit dem medizinischen Zentrum für Menschen mit Verschleißerkrankungen der Stütz- und Bewegungsorgane eine anthropomorphe Dimension. Diese Mehrdeutigkeit ist von Robert Schad durchaus intendiert. Die formalen Eigenschaften seiner Skulpturen eröffnen, je nach Kontext, unterschiedliche visuelle Erkenntnisse und gedankliche Verknüpfungen. Seine formal aus der Linie entwickelten Skulpturen verschränken sich mit dem sie umgebenden Raum und setzen auf diese Weise mannigfaltige Energien in Gang expressiv ausfahrend (ZMORG), konstruktiv über Kreuz vergittert (KENDER), ruhig auf dem Boden verharrend (SUBIRAT) oder sich scheinbar im Wind streckend (VORULL).

Textauszug Katalog, Dr. Bettina Ruhrberg, Direktorin des Mönchehaus Museum Goslar

TANZ_1

Stadt Altshausen, Marktplatz vor dem herzoglichen Schloss / 5 Skulpturen (Kurator: Jupp Eisele), 2011

Die Gemeindeverwaltung Altshausen unter der Amtszeit des Bürgermeisters Kurt König initiierte 2009 mit der Ausstellung des niederländischen Künstlers Henk Vish eine Reihe von Skulpturenprojekten, die 2011 von Robert Schad fortgesetzt wurde. Diese Ausstellung Schad’s war seine erste in dieser Art und der Beginn einer Ausstellungsreise seiner grossformatigen Arbeiten durch Europa. Schauplatz der Altshausener Skulpturenprojekte war und ist der Marktplatz, der sich wie eine Bühne vor dem Schloss der herzoglichen Familie von Württemberg ausbreitet. Die wechselnden Skulpturenprojekte bieten einen Überblick über das Schaffen internationaler und nationaler Bildhauer.

Mit der Ausstellung »ALLE Vier / Tanz_1«, präsentierte Schad erstmals seine monumentalen Aussenarbeiten die ohne Auftrag speziell für diesen Ort entstanden sind. Sie wirken wie Tänzer, die der Choreografie Schads folgend, auf der urbanen Fläche im Gemeindezentrum ihr Spiel entfalten. Unterschiedlich in der Form, aber aus einer massiven Stahllinie konstanten Materialquerschnitts von 100 mm gemacht, ‚zeichnen‘ sie menschliche Befindlichkeiten in den Raum. Was Tonnenschwer ist scheint abheben zu wollen – die stählernen Konstruktionen vermitteln Bewegung, die im Moment des Betrachtens innezuhalten scheint.

Jupp Eisele Kurator und ehemaliger Kunsterzieher Robert Schad’s am Neuen Gymnasium Ravensburg

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