Mit dem Loth Skulpturenpreis, gestiftet von der L-Bank, wird eine besondere Einzelposition im Bereich Skulptur hervorgehoben, inklusive der Galerie, die sie sichtbar macht. In diesem Jahr schlägt der Preis zugleich den Bogen zurück zu Wilhelm Loth, einem der wichtigsten Bildhauer des 20. Jahrhunderts, denn Robert Schad studierte bei ihm an der Staatlichen Akademie für Bildende Künste in Karlsruhe zwischen 1974 und 1980. Die Linie ist das wichtigste Element von Robert Schads Kunstwerken, die er einmal als „Chiffren seiner eigenen körperlichen Befindlichkeit“ bezeichnete. Entsprechend dienen seine Zeichnungen nicht der Vorbereitung einer Skulptur, sondern sind eigenständige Kunstwerke, die ebenso mit dem Raum interagieren, wie seine filigranen Stahlarbeiten, die dennoch Raumlinie sind und einen energetisch aufgeladenen Raum aufspannen. Die fragilen Gebilde aus gerostetem Cortenstahl haben eine große haptische Qualität. Sie stellen sich im Raum der Schwerkraft entgegen und reizen zur Überprüfung der Naturgesetze. Sie beinhalten ein tänzerisches Element, das die Wirkung der Kunstwerke ausmacht. Denn trotz der Schwere des Materials wirken sie in ihrer Höhen- oder Breitenausdehnung leicht, fast schwerelos.
Textauszug der Pressemitteilung auf art-karlsruhe.de